Die Orgel in der Kirche St. Kilian  
     
  Die Orgel in der Kirche St. Kilian    
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  Geschichte der Orgel  
  Das Instrument wurde 1965 von der Orgelbaufirma Steinmeyer als Opus 2114 erbaut.
Im Jahr 2000 wurde die Orgel durch die Firma Jann gründlich überholt.
 
     
  Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!Diese elektrisch angetriebenen Zimbeln befinden sich in der Hauptorgel.

Die obenliegende Welle ist auf die Schauseite der Orgel verlängert und treibt dort einen Zimbelstern an. Die Antriebswelle durchstößt dabei die große Orgelpfeife im Zentrum auf der Schauseite.

Eine weitere Zimbelgruppe befindet sich in der Chororgel.

 
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  Die Register  
  Die 39 klingenden Register (bei einer Transmission und einer Ventilverengung) verteilen sich auf drei Manuale mit Pedal, die Werke sind in der Hauptorgel über Altar und Kanzel an der Ostseite der Kirche zu finden als auch in der Chororgel an der Westseite des Kirchenraumes.

Möglich ist dies nur durch elektrische Ansteuerung der Tonventile, die jedoch nach dem Schleifladenprinzip arbeiten.

 
  Disposition:  
  1. Manual, Hauptwerk, C - g''':  
 
PRAESTANT 8' Teils im Prospekt, teils auf Lade. Zinn offen zylindrisch.
C - D' im Prospekt. Dann auf Lade.
QUINTADENA 16' C - H Metall (Kupfer) gedeckt. Ab C° in Zinn. Seitenbärte bis oben hin. Mensur: C° = 75 mm.
VIOL DI GAMB 8' Metall offen zylindrisch. C - H in Kupfer, ab C' in Zinn. C - h" Seitenbärte. Expressionen bis oben hin. Mensur: C = 31 mm.
OKTAVE 4' Zinn offen, aufgesetztes Spitzlabium. Expressionen C - g", dann auf Länge geschnitten. Mensur: C = 61 mm.
ROHRFLÖTE 8" C - H Naturguss gedeckt, ab C° halb gedeckt mit Rohraufsatz (dann in Zinn), Seitenbärte. Ab C''' Metall offen. Mensur: C = 90 mm.
GEMSHORN 4' Metall (Zinn) offen, konisch. Gerissenes Spitzlabium. C - G" mit Expressionen, dann auf Länge geschnitten. Mensur: C = 25 mm (oben).
QUINTE 2 2/3' Metall (Zinn) offen, zylindrisch, Spitzlabium. Seitenbärte C - F°. Expressionen C - H', dann auf Länge geschnitten.
SUPEROKTAVE 2" Metall (Zinn) offen, zylindrisch, Spitziabium. Expressionen C - G'. C - H mit Seitenbärten.
TROMPETE 8' Becher in Zinn, Stiefel in Zinn, Bleinuss, Zunge und Kehle in Messing, Krücke in Kupfer.
MIXTUR 4 - 6 FACH 1 1/3" Alle Chöre Metall (Zinn) offen, zylindrisch mit folgender Repetition: C = 1 1/3'+ 1'+ 2/3'+ 1/2' C° = 2'+ 1 1/3'+ 1'+ 2/3' C' = 2 2/3' + 2' + 1' 1/3' + l1' C" = 4' + 2 2/3' + 2' + 1 1/3' + 1 1/3'
 
     
  II. Manual C - g''' (Chororgel):  
 
CYMBEL 3 FACH Zinn offen zylindrisch, Spitzlabium, alle auf Länge geschnitten. Keine Seitenbärte. Folgende Repetition: C = l/4' + 1/6' + 1/8' G = 1/3'+ 1/4' + 1/6' D° = 1/2'+ 1/3' + 1/4' G° = 2/3' + 1/2' + 1/3' D' = 1' + 2/3' + 1/2' G' = 1 1/3 + 1' + 2/3' D" = 2' + 1 1/3' + 1' D'' = 2 2/3' + 2' + 1 1/3'
KRUMMHORN 8' Becher in Kupfer, halbe Länge, Stiefel in Zinn, Nuss in Blei, Zunge und Kehle in Messing, Krücke in Kupfer.
DULZIAN 16" C - F' auf Sturz seitlich abgeführt, hier auch im Pedal durch Transmission spielbar. Ab FS' dann auf Lade. Becher Naturguss, Stiefel in Zinn, Bleinuss, Zunge und Kehle in Messing, Krücke in Kupfer.
VOGELPFEIFE 1' Zinn offen zylindrisch. Gerissenes Spitzlabium, Seitenbärte C - H. C - FS° mit Expressionen, dann auf Länge geschnitten. Mensur: C = 15 mm.
TERZ 1 3/5' Metall (Naturguss) offen, zylindrisch. Gerissenes Spitzlabium, Seitenbärte C - DS. Expressionen C - D', dann auf Länge geschnitten. Mensur: C = 25 mm.
ROHRFLÖTE 4" Metall (Naturguss) halb gedeckt mit Rohraufsatz. C - H Kastenbärte, dann Seitenbärte. Ab D" Metall offen in Zinn. Mensur: C = 48 mm.
BLOCKFLÖTE 2' Metall offen konisch, Naturguss. Gerissenes Spitzlabium, C - FS' mit Expressionen, dann auf Länge. Mensur: C = 8 mm (oben).
OKTAV 2' Zinn offen, zylindrisch. Spitzlabium. C - H Seitenbärte. Expressionen C - FS', dann auf Länge geschnitten. Mensur: C = 30 mm.
NASAT 2 2/3" Metall (Naturguss) offen, zylindrisch. Spitzlabium, Seitenbärte von C - G. Expressionen C - H', dann auf Länge. Mensur: = 47 mm.
PRAESTANT 4" Metall (Zinn) offen zylindrisch. Spitzlabium, Seitenbärte C - H°. Expressionen C - FS", dann auf Länge geschnitten. Mensur: C = 70 mm.
MUSIKGEDACKT 8' Korpus Nadelholz, Vorschlag Eiche geschraubt, Pfeifenfuß rund in Nadelholz mit Stellschraube. Spund in Nadelholz. Ab C Metall gedeckt, dann Naturguss mit Seitenbärten. Mensur: C = 135 x 113 mm.
SALIZET 8' C - H Metall (Zinn) gedeckt. Ab C° Zinn offen mit Seitenbärten. Mensur: C° = 22 mm.
KAMMERBASS 16' Auf Sturz gestellt, nur im Pedal spielbar. Holz gedeckt. Korpus in Nadelholz, Vorschlag Eiche geschraubt, runder Pfeifenfuß, Spunde in Nadelholz. C + CS + D gekröpft. Mensur: C = 167 x 197 mm.
 
     
  III. Manual C - g''' (Kronwerk):  
 
DULZIANFLÖTE 8' C - A° Metall (Naturguss) gedeckt, ab B° Metall offen.
POMMER 8' C - H'' Metallgedeckt (in Naturguss). Ab C'' Metall offen (Zinn).
PRINZIPAL 2' Metall (Zinn) offen, zylindrisch. Spitzlabium. Expressionen C - A', dann auf Länge geschnitten.
NACHTHORNGEDACKT 4' Metall (Naturguss) gedeckt. Ab C" Metall offen.
CORNETT 5 FACH Ab F° klingend mit folgender Zusammensetzung : 8' (als Rohrflöte halb gedeckt mit Rohraufsatz) + 4' (Metall offen) + 2 2/3'. + 2' + 1 3/5'.
SCHARFF 3 FACH Alle Chöre Zinn offen zylindrisch, Spitzlabium, alle auf Länge geschnitten. Keine Seitenbärte. Folgende Repetition: C 1/2' + 1/6' + 1/4' F2/3' + 1/2' + 1/6' B = l' + 2/3' + 1/2' B° = 1 1/3' + l' + 2/3' B' = 2' + 1 1/3' + l' B" = 2 2/3' + 2' + 1 1/3' D''' = 4' + 2 2/3' + 2'
 
     
  Kleinpedallade (unterhalb des Kronwerks) C - f:  
 
SPITZFLÖTE 4' Metall (Naturguss) gedeckt C - D°. Ab DS" Metall offen konisch.
BAUERNPFEIFE 2" Metall (Naturguss) offen.
BASSZINK 6 FACH 2 2/3' + 2' + 1 3/5' + 1' + 2/3' + 1/2', nicht repetierend.
 
     
  Großpedallade (im Unterbau der Hauptorgel) C - f':  
 
SUBBASS 16' Holz gedeckt, Korpus Nadelholz, Vorschlag Eiche, geschraubt.
ZARTBASS 16 Lediglich Ventilverengung von Subbass 16', kein eigenes, klingendes Register.
QUINTE 10 2/3' Holz gedeckt, Korpus Nadelholz, Vorschlag Eiche, geschraubt.
OKTAVBASS 8' C - H Metall (Kupfer) offen. Ab C° Metall (Zinn) offen. Seitenbärte bis oben hin.
CHORALBASS 4' Metall (Zinn) offen, Seitenbärte bis oben hin.
POMMERBASS 8' Metall (Naturguss) gedeckt, Seitenbärte.
LIEBLICH POSAUNE 16' Becher in Holz (halbe Länge), Stiefel in Holz, Bleinuss, Krücke in Messing, Zunge und Kehle in Messing.
FAGOTT 8' Becher Naturguss, Stiefel in Zinn, Bleinuss, Zunge und Kehle in Messing, Krücke in Kupfer.
 
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  Der Spieltisch:  
  Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!   Der Spieltisch steht auf der Rotunde der ersten Empore an der Westseite des Kirchenschiffes.
Es ist ein dreimanualiger Standardspieltisch der Firma Steinmeyer. Er nimmt die drei Manuale und die Pedalklaviatur auf, samt allen Spielhilfen und Registerschaltungen.
Rechts neben den Manualklaviaturen finden sind die Registereinschaltungen mittels Registerwippen in drei Ebenen:
 
 
UNTERE EBENE
(PEDAL):
MITTLERE EBENE
(HAUPTWERK):
OBERE EBENE
(CHORORGEL):
1) Subbass 16'

2) Zartbass 16'

3) Quintbass 10 2/3'

4) Oktavbass 8'

5) Pommerbass 8'

6) Choralbass 4'

7) Spitzflöte 4'

8) Bauempfeife 2'

9) Basszink 6 fach

10) Lieblich Posaune 16'

11) Fagott 8'

12) Quintadena 16'

13) Praestant 8'

14) Viol di Gamb 8'

15) Rohrflöte 8'

16) Oktav 4'

17) Gemshom 4'

18) Superoktave 2'

19) Quinte 2 2/3 '

20) Mixtur 4 - 6 fach

21) Trompete 8'

22) Tremulant

23) Cymbelstern

24) Musikgedeckt 8'

25) Salizet 8'

26) Praestant 4'

27) Rohrflöte 4'

28) Oktav 2'

29) Blockflöte 2'

30) Vogelpfeife l'

31) Nasat 2 2/3'

32) Terz 13/5'

33) Cymbel 3 fach

34) Dulzian 16'

35) Krummhom 8'

36) Tremulant

37) Cymbelstern

38) Kammerbass 16'

39) Dulzianbass 16'

KRONWERK (ÜBER DRITTEM MANUAL):
40) Pommer 8'

41) Dulzianflöte 8'

42) Nachthomgedackt 4'

43) Prinzipal 2'

44) Scharff 3 fach

45) Comett 5 fach

46) Tremulant

 
  Zwei freie Kombinationen, jeweils Einzeleinsteller über den jeweiligen Registerschaltern. Einzelzungen abstellbar, Tuttischalter und Auslöser. Hauptorgel, Rohrwerke ab.

Koppeln:

III / II, III / I, II / I, Pk. III, Pk. II, Pk. I

 
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  Gehäuse und Prospekt:  
  Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!   Die verschiedenen Werke und Laden des Instruments sind in zwei getrennten Standorten untergebracht.

Der Hauptteil der Pfeifen findet sich in der Hauptorgel, die sich über Altar und Kanzel an der Ostseite des Kirchenraumes findet. Hier bildet das Hauptwerk mit drei flachen Prospektfeldern, in denen sich ein Großteil der Pfeifen des Praestants 8' befindet, das Gesicht des Instruments. Hinter dem Hauptwerk befindet sich (nicht sichtbar) das Kronwerk. Unterhalb des Kronwerks ist das Kleinpedal (ebenfalls nicht sichtbar) zu finden und im Untergehäuse das Pedalwerk, das von vorne auch nicht einsehbar ist.

 
  In der Chororgel auf der zweiten Empore rechts seitlich finden sich weitere Manual- und Pedalstimmen. Dieser schlichte Holzkasten besitzt zur sichtbaren Seite hin Schwelltüren, seitlich in Rahmen- Füllungstechnik mit folgenden Außenmaßen: Länge 391 cm, Höhe 348 cm, Tiefe 197 cm.  
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  Klang und Intonation:  
  Festgestellte Stimmung: 431,9 Hz bei 8,1 ° Celsius und 66 % relative Luftfeuchte.  
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  Die Renovierung im Jahr 2000  
  Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster! Die Orgel
wurde im Jahr 2000
durch die Firma Jann
gründlich überholt.
Bei Klick: Vergrößerung in einem neuen Fenster!  
  Vor allem elektrische Teile mußten überholt oder erneuert werden.
Die Orgel wurde komplett neu und "grundtöniger" (lauter) als vorher gestimmt.
 
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